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Cam Portal zahlt 300.000€ an Betrüger aus

cam portal aus hessen zahlt 300.000€ an betrüger aus

Aktuell sorgt laut Ostthüringer Zeitung eine Gerichtsverhandlung in der Erotikbranche für Aufsehen, bei welchem ein Mann aus Gera sich für einen langjährigen Betrug verantworten muss, fast 300.000€ hatte er bei einem Cam-Portal aus Hessen mittels fingierten Chats und Abrechnungsdaten ergaunert. Einige Jahre ist der Betrug niemandem aufgefallen, bis sich zufällig die Zugriffsberechtigungen auf den Servern der Betreiber-Firma geändert haben, nun wird die ganze Sache vor Gericht aufgerollt. Ich habe mich in den Sachverhalt eingearbeitet und schildere nachfolgend meine Sicht der Dinge.

Betrüger knackt Server von Cam-Portal

Eigentlich könnte man dem Betreiber des jeweiligen Cam Portals eine gewisse Mitschuld an dem Betrug geben, denn wie während der Gerichtsverhandlung festgestellt wurde, ist der Angreifer, bei welchem es sich um einen 36 jährigen Mann aus Gera handelt, über einen Wartungs-Server des Unternehmens in die Infrastruktur eingedrungen, das nur 8 Zeichen fassende Passwort wurde laut den Ermittlern mehrere Jahre nicht geändert. Der Angreifer konnte sich zudem unbehelligt auf den Systemen rumtreiben und so vom Test-Server die weitere Infrastruktur infiltrieren. Gute 3 Jahre blieb der Angriff unbemerkt, bis sich die Zugriffsberechtigungen aufgrund eines Server-Wechsels zufällig änderten und die Zugriffsversuche fehlschlugen, nur durch diesen Zufall ist die Betreiber-Firma auf den Angreifer aufmerksam geworden und hat letztendlich Strafanzeige bei der Polizei gestellt, woraufhin diese die Ermittlungen aufgenommen und den Tatverdächtigen schnell identifiziert haben, aktuell sitzt dieser in Untersuchungshaft.

Kontodaten geändert und Chats erfunden

aktuell muss sich der Angeklagte vor dem Landgericht Gera verantwortlichenDer Mann aus Gera hat den Betrug laut Gericht ziemlich akribisch geplant und durchgeführt, er wählte sich mehrfach auf den Servern des Unternehmens ein und hat auf zwei verschiedene Arten fast 300.000€ ergaunert. Zum einen änderte er Bankverbindungen von Webcam Girls, um sich die von diesen erwirtschaftete Provision auf sein eigenes Konto überweisen zu lassen, ein Teil des ergaunerten Betrages ging zudem auf das Konto eines Komplizen aus Bremen, welcher ebenfalls des Betruges angeklagt ist. Nach der Auszahlung setzte er die jeweiligen Bankverbindungen wieder auf Ihren Ursprungswert zurück, aus diesem Grund ist der Betrug niemandem aufgefallen. Schlau war auch, nur Bankdaten von Webcam Girls zu ändern, welche die Mindestauszahlungsgrenze von 10,00€ noch nicht erreicht hatten, so fiel auch den Betroffenen Girls nicht auf, dass diese quasi unbewusst einem Betrüger mit Ihren Daten helfen. Der Angeklagte hat die Auszahlungsbeträge der Webcam Girls einfach geändert und zu diesem Zweck Chat-Sessions erfunden, welche in Wirklichkeit gar nicht stattgefunden haben. Dann hat er sich die Beträge auszahlen lassen und die Bankverbindung wieder auf den Ursprungswert geändert. Da die jeweiligen Webcam Girls sowieso keine Auszahlung erhalten hätten, ist auch diesen der Betrug nicht aufgefallen

Der Angeklagte ist nicht geständig und versucht sich vor Gericht mit fadenscheinigen Ausreden zu rechtfertigen, laut Staatsanwalt droht diesem eine mehrjährige Gefängnisstrafe, da zu dem erfolgten Betrug auch noch einige weitere Punkte verhandelt werden. Sollte das Gericht sein Urteil sprechen, werde ich Euch natürlich auf dem Laufenden halten! 

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